Managing Design Changes between the Schematic & PCB

Definieren von Designanforderungen mit dem Constraint Manager

Design-Constraints bilden zusammen einen Anweisungssatz, dem das PCB-Design folgen muss. Sie decken jeden Aspekt des Designs ab: Abstände, Leiterbahnbreiten, Topologie usw. Zum Anzeigen, Erstellen und Verwalten der für Ihre PCB-Designs verwendeten Design-Constraints wird der Constraint Manager verwendet. Der Constraint Manager bietet eine einheitliche, tabellen-/tabellenkalkulationsähnliche Bearbeitungsoberfläche zum Definieren von Design-Constraints, auf die sowohl vom Schaltplan als auch vom PCB aus zugegriffen werden kann. Dieser leistungsstarke und zugleich schlanke Ansatz erleichtert eine engere Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren mit unterschiedlichen Rollen innerhalb eines Unternehmens und ermöglicht es einem erweiterten Kreis von Beteiligten, die für ein Design erforderlichen Constraints gemeinsam festzulegen.

Do I have the Constraint Manager?

Altium Designer schlägt zwei unterschiedliche Ansätze zum Definieren von Design-Constraints vor: den Constraint Manager und den Dialog PCB Rule and Constraints Editor.

Der Constraint Manager ist in einem PCB-Designprojekt nur verfügbar, wenn die Option Constraint Management beim Erstellen dieses Projekts im Dialog Create Project dialog aktiviert wurde. Beachten Sie dabei:

  • Wenn der Constraint Manager für das PCB-Projekt aktiviert wurde, ist der Dialog PCB Rule and Constraints Editor im PCB-Editor not verfügbar.

  • Wenn der Constraint Manager für das PCB-Projekt not nicht aktiviert wurde, können nur die bisherigen Ansätze zum Definieren von Design-Constraints verwendet werden (Verwendung von Design-Direktiven und des Dialogs PCB Rule and Constraints Editor).

Um schnell zu prüfen, welcher Ansatz zum Definieren von Design-Constraints im aktuellen PCB-Projekt verwendet wird, prüfen Sie, ob der Befehl Design » Constraint Manager in den Hauptmenüs des Schaltplan- oder PCB-Editors verfügbar ist, wenn ein Schaltplan-/PCB-Dokument des Projekts geöffnet ist. Wenn der Befehl vorhanden ist, wird für dieses Projekt der Constraint Manager verwendet. Andernfalls wird für dieses Projekt der Dialog PCB Rule and Constraints Editor (Design » Rules im PCB-Editor) verwendet.

Auf den Constraint Manager kann über den Befehl Design » Constraint Manager in den Hauptmenüs des Schaltplan- oder PCB-Editors zugegriffen werden. Der Constraint Manager verfügt über mehrere Ansichten zum Definieren verschiedener Constraint-Typen. Verwenden Sie die Schaltflächen oben im Constraint Manager, um zwischen den Ansichten zu wechseln:

  • Clearances – eine Clearance-Matrix, mit der elektrische Abstände zwischen Netzklassen definiert werden können.

  • Physical – eine Liste von Netzen, differentiellen Paaren, xNets und deren Klassen, in der Sie physikalische Constraints für das Design definieren können: Leiterbreiten, den Abstand in differentiellen Paaren usw.

  • Electrical – eine Liste von Netzen, xNets, xSignals und deren Klassen, in der Sie elektrische Constraints für das Design definieren können: Topologie, Impedanz usw.

Wenn auf den Constraint Manager über den PCB-Editor zugegriffen wird, ist zusätzlich eine Ansicht All Rules verfügbar. Dies ist eine regelorientierte Ansicht der Design-Constraints, also eine Liste aller Regeln im PCB-Design, in der Sie benutzerdefinierte Regeln auf Basis von Abfragen erstellen können.

Eine Speicheraktion muss im Constraint Manager durchgeführt werden, bevor Änderungen im Design wirksam werden. Verwenden Sie dazu den Befehl File » Save (wenn auf den Constraint Manager über den Schaltplan zugegriffen wird) oder File » Save to PCB (wenn auf den Constraint Manager über das PCB zugegriffen wird) in den Hauptmenüs des Constraint Manager oder die Tastenkombination Ctrl+S.

Im Constraint Manager, auf den von der Schaltplanseite aus zugegriffen wird, definierte Constraints werden während des regulären ECO-Prozesses (Engineering Change Order) in das PCB-Design übertragen, wie nachfolgend beschrieben.

Siehe die Seite Defining Design Requirements Using the Constraint Manager, um mehr zu erfahren.

Einrichten des Projekts für die Übertragung auf das PCB

Der Dialog Project Options enthält eine Reihe von Einstellungen, die steuern, welche Daten zwischen dem Schaltplanentwurf und dem PCB-Layout übertragen werden. Klicken Sie im Bereich Projects mit der rechten Maustaste auf den Projekteintag und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Project Options, um auf den Dialog zuzugreifen.

Verwenden Sie die folgenden Registerkarten des Dialogs, um zu konfigurieren, was bei der Übertragung des Designs synchronisiert werden soll:

Javascript ID: Dlg_ProjectOptions

Class Generation – ermöglicht Ihnen das Konfigurieren und Steuern der Erzeugung von Komponenten- und Netzklassen. Beispielsweise können auf bestimmten Schaltplanblättern platzierte Komponenten zu Komponentenklassen gruppiert werden, oder in Busse gebündelte Netze können zu Netzklassen gruppiert werden. Außerdem kann auf dieser Registerkarte die Erzeugung benutzerdefinierter Klassen konfiguriert werden, die aus platzierten Design-Direktiven abgeleitet sind. Erfahren Sie mehr über Arbeiten mit Klassen in Schaltplan und PCB.

Comparator – ermöglicht Ihnen festzulegen, welche Arten von Unterschieden beim Vergleichen von Dokumenten gefunden und welche ignoriert werden sollen, also genau, welche Schaltplan- und PCB-Daten verglichen werden. Verwenden Sie für einen Vergleichstyp die Spalte Mode, um den Vergleichsmodus auszuwählen, z. B. Find Differences oder Ignore Differences.

ECO Generation – ermöglicht Ihnen festzulegen, für welche Designänderungen (basierend auf vom Comparator gefundenen Unterschieden) bei der Datenübertragung Engineering Change Orders (ECOs) erzeugt werden können. Verwenden Sie für einen Änderungstyp die Spalte Mode, um den Erzeugungsmodus auszuwählen, z. B. Generate Change Orders oder Ignore Differences.

Siehe die Seite Accessing, Defining & Managing Project Options, um mehr zu erfahren.

Übertragen von Designinformationen auf das PCB

Die Designsynchronisierung wird direkt zwischen dem Schaltplan- und dem PCB-Editor durchgeführt. Wenn Sie Ihrem Projekt ein PCB-Dokument hinzugefügt und auf der Festplatte gespeichert haben, wählen Sie im Hauptmenü des Schaltplan-Editors den Befehl Design » Update PCB Document <PCBDocumentName>, um den Dialog Engineering Change Order zu öffnen. Der Dialog enthält die Liste der Änderungen (Engineering Change Order – ECO), die am PCB vorgenommen werden müssen, damit es gemäß den aktuellen Projektoptionen mit dem Schaltplan übereinstimmt.

  • Sie können Änderungseinträge im Dialog nach Bedarf aktivieren/deaktivieren.

  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Validate Changes, um eine Validierungsprüfung für die zur Aufnahme in den ECO aktivierten Änderungen auszuführen. Die Validierungsergebnisse werden in der Spalte Check  im Bereich Status  des Dialogs angezeigt.

    Wenn einzelne Änderungseinträge die Validierungsphase nicht bestehen, erscheint in der entsprechenden Spalte Message des Dialogs ein Eintrag, der einen Hinweis auf die Ursache des Fehlers gibt (z. B. Footprint Not Found). Sie können den Dialog jederzeit schließen, um zu untersuchen, warum bestimmte Änderungen fehlschlagen, und bei Bedarf entsprechende Designänderungen vornehmen.
  • Wenn Sie mit den auszuführenden Änderungen zufrieden sind, klicken Sie auf die Schaltfläche Execute Changes, um den ECO auszuführen und die darin enthaltenen gültigen Änderungen wirksam werden zu lassen. Die Ausführungsergebnisse werden in der Spalte Done  im Bereich Status  des Dialogs angezeigt.

Nach dem Klicken auf die Schaltfläche Execute Changes werden die Änderungen auf das PCB-Dokument angewendet, und der Dialog Engineering Change Order kann geschlossen werden. Bei einem neu erstellten PCB sehen Sie Footprints von Komponenten außerhalb der Platine platziert sowie Verbindungslinien zwischen den Pads der Footprints entsprechend dem Schaltplanentwurf.

Nach der ersten Übertragung des Designs auf das PCB werden weitere Änderungen auf der Schaltplanseite mit demselben Prozess auf das PCB übertragen.

Siehe die Seite Keeping the Schematics & PCB Synchronized, um mehr zu erfahren.

Cross-Probing

Cross-Probing ist die Möglichkeit, ein Objekt in anderen Editoren zu lokalisieren, indem im aktuellen Editor auf das Objekt geklickt wird. Wenn Sie beispielsweise den Befehl Tools » Cross Probe des Schaltplan-Editors gestartet haben, können Sie auf eine Komponente im Schaltplan klicken, um dieselbe Komponente auf dem PCB anzuzeigen. Dieser Befehl unterstützt Cross-Probing zwischen Komponenten, Bussen, Netzen und Pins/Pads.

Das Standardverhalten besteht darin, im Quell-Editor zu bleiben. Verwenden Sie dies, wenn sowohl das Quell- als auch das Zieldokument sichtbar sind, z. B. wenn der Arbeitsbereich geteilt ist, um zwei Dokumente anzuzeigen, wie im obigen Video demonstriert. Erfahren Sie mehr über Document Window Management.

Wenn nur ein Dokument sichtbar ist, halten Sie Ctrl gedrückt, während Sie auf ein Objekt klicken, um per Cross-Probing zum entsprechenden Objekt im Zieldokument zu wechseln und dieses Dokument zu aktivieren.

Cross-Selecting

Die Funktion Cross-Selecting wird verwendet, um entsprechende Objekte zwischen PCB- und Schaltplandokumenten auszuwählen. Mit anderen Worten: Wenn Sie ein Objekt im PCB-Dokument auswählen, wird auch dasselbe Objekt im zugehörigen Schaltplandokument ausgewählt – und umgekehrt.

Um die Cross-Selecting-Funktion zu aktivieren, wählen Sie in den Hauptmenüs des Schaltplan- oder PCB-Editors den Befehl Tools » Cross Select Mode. Dieser Befehl schaltet die Funktion ein und aus, und das Befehlssymbol im Menü zeigt den Status des Befehls an.

Diese Funktion kann besonders nützlich sein, um schnell eine neue Komponentenklasse im PCB-Dokument zu erstellen, indem Sie einen Satz von Komponenten im Schaltplan auswählen, oder um mehrere PCB-Komponenten nacheinander in der Reihenfolge neu zu positionieren, in der Sie sie im Schaltplan ausgewählt haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Cross-Probing & Selecting“.
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