Definieren des Lagenaufbaus

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Altium Essentials: PCB Layer Stack Manager

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Auf einen Blick

Dieser Artikel erklärt, was ein Leiterplatten-Lagenaufbau ist, warum er im modernen Leiterplattendesign wichtig ist und wie er in Altium Designer mit dem Layer Stack Manager definiert und verwaltet wird. Er erläutert die Rolle der Lagenanordnung bei starren, mehrlagigen und starr-flexiblen Leiterplatten und stellt anschließend die wichtigsten Registerkarten des Layer Stack Managers sowie die Bearbeitungswerkzeuge zum Hinzufügen, Verschieben, Löschen und Konfigurieren von Lagen und Materialien vor. Wenn Sie besser verstehen möchten, wie sich Entscheidungen zum Lagenaufbau auf die praktische Leiterplattenentwicklung in Altium Designer auswirken, vermittelt Ihnen dieser Artikel die wichtigsten Grundlagen. Lesen Sie weiter.

- Erfahren Sie, wie der Lagenaufbau die vertikale Struktur einer Leiterplatte definiert und wie dies bei starr-flexiblen Designs mit mehreren Teillagenaufbauten umgesetzt wird.
- Lernen Sie die Einsatzmöglichkeiten des Layer Stack Managers in Altium Designer kennen, einschließlich der wichtigsten Registerkarten für Lagenaufbau, Impedanz, Via-Typen, Rückbohrungen, gedruckte Elektronik und Leiterplattenkonfiguration.
- Verstehen Sie den grundlegenden Arbeitsablauf zur Bearbeitung der Eigenschaften des Lagenaufbaus, etwa zum Hinzufügen, Entfernen, Umordnen und Konfigurieren von Lagen, Materialien und zugehörigen Einstellungen.
Mit KI tiefer einsteigen:

Eine Leiterplatte wird als Stapel aus mehreren Lagen entworfen und gefertigt. In den Anfängen der Leiterplattenfertigung bestand die Leiterplatte lediglich aus einer isolierenden Kernlage, die auf einer oder beiden Seiten mit einer dünnen Kupferschicht beschichtet war. Verbindungen werden in der bzw. den Kupferlagen als Leiterbahnen hergestellt, indem unerwünschtes Kupfer weggeätzt (entfernt) wird.

Heute verfügen nahezu alle Leiterplattendesigns über mehrere Kupferlagen. Technologische Innovationen und Verbesserungen in der Verfahrenstechnik haben zu einer Reihe revolutionärer Konzepte in der Leiterplattenfertigung geführt, darunter die Möglichkeit, flexible Leiterplatten zu entwerfen und herzustellen. Durch die Verbindung starrer Leiterplattenbereiche über flexible Abschnitte lassen sich komplexe, hybride Leiterplatten entwerfen, die sich falten lassen, um in ungewöhnlich geformte Gehäuse zu passen.

Links ist eine einseitige Leiterplatte zu sehen, wie sie für frühe Leiterplattendesigns typisch war. Rechts ist eine Starrflex-Leiterplatte dargestellt, deren starre Bereiche über flexible Leiterplattenabschnitte verbunden sind.
Links ist eine einseitige Leiterplatte zu sehen, wie sie für frühe Leiterplattendesigns typisch war. Rechts ist eine Starrflex-Leiterplatte dargestellt, deren starre Bereiche über flexible Leiterplattenabschnitte verbunden sind.

Beim Leiterplattendesign definiert der Lagenaufbau, wie die Lagen in vertikaler Richtung bzw. in der Z-Ebene angeordnet sind. Da eine Leiterplatte als eine Einheit gefertigt wird, muss jeder Leiterplattentyp, einschließlich einer Starrflex-Leiterplatte, als eine Einheit entworfen werden. Dazu muss der Entwickler einer Starrflex-Leiterplatte mehrere Lagenaufbauten definieren und den verschiedenen Bereichen des Starrflex-Designs unterschiedliche Lagenaufbauten zuweisen können.

Der Layer Stack Manager

Die Definition des Lagenaufbaus ist ein entscheidender Bestandteil eines erfolgreichen Leiterplattendesigns. Die Leiterbahnführung vieler moderner Leiterplatten besteht längst nicht mehr nur aus einfachen Kupferverbindungen zur Übertragung elektrischer Energie, sondern wird als eine Reihe von Schaltungselementen oder Übertragungsleitungen ausgelegt.

Für ein erfolgreiches High-Speed-Leiterplattendesign müssen Materialauswahl, Lagenaufbau und Lagenzuordnung mit den Leiterbahnabmessungen und Abständen abgestimmt werden, die zum Erreichen geeigneter Impedanzen für Einzelleitungen und differenzielle Leitungen erforderlich sind. Darüber hinaus spielen beim Entwurf einer modernen High-Speed-Leiterplatte zahlreiche weitere Aspekte eine Rolle, darunter die Paarung von Lagen, eine sorgfältige Via-Auslegung, mögliche Anforderungen an das Rückbohren, Starrflex-Anforderungen, eine ausgewogene Kupferverteilung, die Symmetrie des Lagenaufbaus und die Einhaltung von Materialvorgaben.

Diese lagenspezifischen Designanforderungen sind in einem einzigen Editor zusammengefasst – dem Layer Stack Manager. 

Um den Layer Stack Manager zu öffnen, wählen Sie Design » Layer Stack Manager in den Hauptmenüs des PCB-Editors. Der Layer Stack Manager wird wie ein Schaltplanblatt, die Leiterplatte und andere Dokumenttypen in einer Dokumentansicht geöffnet. Er kann während der Arbeit an der Leiterplatte geöffnet bleiben, sodass Sie zwischen der Leiterplatte und dem LSM hin- und herwechseln können. Alle standardmäßigen Ansichtsoptionen, etwa das Teilen des Bildschirms oder das Öffnen auf einem separaten Monitor, werden unterstützt. Im Layer Stack Manager vorgenommene Änderungen stehen im PCB-Editor zur Verfügung, nachdem ein Save ausgeführt wurde.

Alle Aspekte der Lagenaufbauverwaltung werden im Layer Stack Manager bearbeitet. Wählen Sie die Registerkarte am unteren Rand des Lagenaufbaus, um die verschiedenen Einstellungen zu konfigurieren.
Alle Aspekte der Lagenaufbauverwaltung werden im Layer Stack Manager bearbeitet. Wählen Sie die Registerkarte am unteren Rand des Lagenaufbaus, um die verschiedenen Einstellungen zu konfigurieren.

Je nach Leiterplattenstruktur enthält der Layer Stack Manager die folgenden Registerkarten:

Stackup Signal-, Flächen- und Dielektrikumslagen hinzufügen, entfernen und anordnen sowie die jeder Lage zugewiesenen Materialeigenschaften zuweisen bzw. konfigurieren.
Impedance Impedanzprofile konfigurieren, wenn eine Leiterbahnführung mit kontrollierter Impedanz verwendet wird.
Via Types Zulässige Via-Typen konfigurieren und festlegen, welche Lagen jeder Via-Typ durchspannt.
Back Drills Die Lagenbereiche konfigurieren, die bei vorhandenen Pad- oder Via-Stubs rückgebohrt werden sollen.
Printed Electronics Die Lagenanordnung in einem Design für gedruckte Elektronik konfigurieren.
Board Konfigurieren, wie die verschiedenen Teillagenaufbauten in einem erweiterten Starrflex-Design angeordnet sind.

Eigenschaften des Lagenaufbaus bearbeiten

Der Layer Stack Manager stellt die Eigenschaften des Lagenaufbaus in einem tabellenähnlichen Bearbeitungsraster dar. Die Eigenschaften können direkt im Raster oder im Properties-Paneli bearbeitet werden. Je nach Leiterplattenstruktur enthält der Layer Stack Manager die folgenden Registerkarten, die jeweils einen eigenen Satz von Attributen im Bearbeitungsraster und im Properties-Panel anzeigen.

Um die im aktiven Lagenaufbau verwendeten Maßeinheiten zu ändern, wählen Sie Tools » Measurement Units und anschließend die gewünschte Maßeinheit (mil, in, µ oder mm). Alternativ können Sie mit dem Tastenkürzel Ctrl+Q zwischen den Maßeinheiten wechseln.

Registerkarte „Stackup“

Die Registerkarte Stackup zeigt die Fertigungslagen im Detail an. Auf dieser Registerkarte können Lagen hinzugefügt, entfernt und konfiguriert werden. Bei einem standardmäßigen Starrflex-Design können hier auch die in den einzelnen Lagenaufbauten verwendeten Lagen aktiviert und deaktiviert werden. Ein erweitertes Starrflex-Design wird auf der Registerkarte „Board“ konfiguriert.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um Lagen hinzuzufügen, zu entfernen oder neu anzuordnen. Werte können im Properties-Panel oder direkt in der Rasterzelle bearbeitet werden.Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um Lagen hinzuzufügen, zu entfernen oder neu anzuordnen. Werte können im Properties-Panel oder direkt in der Rasterzelle bearbeitet werden.

Den Lagenaufbau bearbeiten

Add a layer

Um eine Lage hinzuzufügen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Lagenraster, klicken Sie auf die Schaltfläche oder verwenden Sie die Befehle Edit » Add Layer. Die neue Lage wird neben der aktuell im Raster ausgewählten Lage eingefügt. Beim Hinzufügen einer Signal- oder Plane-Lage (Kupfer) wird auch eine Dielektrikumslage hinzugefügt, wenn eine vorhandene benachbarte Lage ebenfalls eine Kupferlage ist. Es können maximal 128 Signallagen und 16 Flächenlagen hinzugefügt werden. Bei Bedarf können Flächenlagen beliebig oft aufgeteilt und innerhalb dieser Teilflächen weitere Teilbereiche definiert werden – mehr erfahren.

Die Möglichkeit, bis zu 128 Signallagen hinzuzufügen, befindet sich in der offenen Betaphase und ist verfügbar, wenn die Option PCB.IncreaseSignalLayers im Dialogfeld „Advanced Settings“ aktiviert ist. Ist diese Option deaktiviert, können maximal 32 Signallagen hinzugefügt werden.

Move a layer Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Lagenraster und wählen Sie Move layer up / Move layer down oder verwenden Sie den Befehl Edit » Lage nach oben / Edit » Lage nach unten aus den Hauptmenüs, um die ausgewählte Lage innerhalb der Lagen desselben Typs im Lagenaufbau nach oben oder unten zu verschieben.
Delete a layer Klicken Sie auf die Schaltfläche , klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Lagenraster oder wählen Sie Edit » Delete Lage in den Hauptmenüs, um die ausgewählte Lage im Lagenaufbau zu löscheni. Wenn die zu löschende Lage Grundelemente enthält, wird vor dem Löschen ein Dialogfeld zur Bestätigung geöffnet. Klicken Sie auf Yes , um mit dem Löschen fortzufahren.
Define the Layer Material

Das Material der Lage kann entweder in die ausgewählte Material Zelle eingegeben oder im Dialog „Material auswählen“ ausgewählt werden, der durch Klicken auf die Schaltfläche  geöffnet wird.

Stack symmetry Wenn die Option Stack Symmetry im Abschnitt Board des Panels Properties aktiviert ist, werden Lagen in zusammengehörigen Paaren symmetrisch um die mittlere dielektrische Lage hinzugefügt.
Additional properties

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Spaltenüberschrift und wählen Sie dann Select columns , um den Dialog Select Columns () zu öffnen. Dort können Sie die im Lagenraster angezeigten Spalten aktivieren, deaktivieren und ihre Reihenfolge festlegen. Beachten Sie, dass im Panel Properties nur die häufig verwendeten Eigenschaften angezeigt werden.

Apply Surface Finish Eine Oberflächenbeschichtung kann einer äußeren Kupferlage hinzugefügt werden, indem Sie das entsprechende Untermenü im Kontextmenü verwenden und eine Surface Finish Lage hinzufügen.
Delete a substack Der ursprüngliche Teillagenaufbau kann nicht gelöscht werden. Wenn ein anderer Teillagenaufbau ausgewählt ist, wird die Schaltfläche  aktiv. Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den ausgewählten Teillagenaufbau zu löschen.

Registerkarte „Impedance“

Die Registerkarte „Impedance“ dient zur Konfiguration der Impedanzprofile, wenn impedanzkontrolliertes Routing verwendet wird. Klicken Sie auf die Registerkarte Impedance unten im Layer Stack Manager, um die Anforderungen an die Impedanzprofile zu konfigurieren. Sobald die Impedanzprofile konfiguriert sind, kann das benötigte Profil in den Designregeln „Routing Width“ oder „Differential Pairs Routing“ ausgewählt werden.

Fügen Sie ein neues Profil hinzu, aktivieren Sie die Lagen, für die es gilt, konfigurieren Sie die Referenzlagen und legen Sie die Eigenschaften des Profils im Panel „Properties“ fest.Fügen Sie ein neues Profil hinzu, aktivieren Sie die Lagen, für die es gilt, konfigurieren Sie die Referenzlagen und legen Sie die Eigenschaften des Profils im Panel „Properties“ fest.

Bearbeiten eines Impedanzprofils

Adding a Profile

Klicken Sie auf (oder auf die Schaltfläche Add Impedance Profile, falls noch keine Profile hinzugefügt wurden), um ein neues Impedanzprofil hinzuzufügen. Legen Sie anschließend die erforderlichen Angaben für Type, Target Impedance und Target Tolerance im Panel Properties fest. Die Angabe Description ist optional.

Enabling the layers

Im nächsten Schritt legen Sie fest, auf welchen Lagen das aktuell ausgewählte Profil verfügbar sein soll. Die Tabelle ist in zwei Bereiche unterteilt: Links werden die Lagen des Lagenaufbaus angezeigt, rechts die Lagen, auf denen das aktuell ausgewählte Impedanzprofil verfügbar sein wird. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen einer Lage im Bereich „Impedance Profile“, um diese Lage für das ausgewählte Impedanzprofil verfügbar zu machen.

 

Wenn Sie im Bereich „Impedance Profile“ eine aktivierte Lage auswählen, werden alle Lagen im Lagenaufbau abgeblendet, außer denjenigen, die zur Berechnung der Impedanz für die ausgewählte Signallage verwendet werden ().

Assign the reference layers Sobald der Lage ein Impedanzprofil zugewiesen wurde, bearbeiten Sie deren Referenzlage(n) in den Spalten Top Ref und Bottom Ref. Beachten Sie, dass Referenzlagen vom Type „Plane“ oder „Signal“ sein können.
Configure the impedance properties Die Impedanzrechner unterstützen Vorwärts- und Rückwärtsberechnungen. Wenn Sie Target Impedance eingeben, ändert sich Width automatisch (Vorwärtsberechnung). Geben Sie hingegen Width ein, ändert sich Target Impedance automatisch (Rückwärtsberechnung).
Define the etch Der Wert Etch = 0.5[(W1-W2)/Thickness]  wird aus der oberen und unteren Breite der Leiterbahn berechnet (bewegen Sie den Mauszeiger im Panel über ?, um die Formel anzuzeigen).
Configure the differential impedance calculation

Sperren Sie für eine differenzielle Impedanzberechnung entweder Width oder Trace Gap, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. Die nicht gesperrte Variable wird dann berechnet, wenn sich der Wert Target Impedance ändert. Alternativ können Sie die nicht gesperrte Variable bearbeiten, um Target Impedance zu ändern.

  • Die Unterstützung für die Impedanzberechnung wird durch die Software Simbeor® bereitgestellt. Der Rechner unterstützt koplanare Strukturen mit Einzelleitungen und differenziellen Leitungen; der Rechner für differenzielle Impedanzen unterstützt außerdem asymmetrische Stripline-Strukturen. Alle Berechnungen verwenden eine Frequenz von 1 GHz. Um die Berechnung zu beschleunigen, werden Impedanzprofile in separaten Threads berechnet (sofern verfügbar).

  • Bei einer Stripline-Struktur wird die Höhe des Dielektrikums als Abstand zwischen den Kupferlagen berechnet (siehe H2 in der Abbildung).

  • Der Impedanzrechner unterstützt mehrere benachbarte dielektrische Lagen. Diese Lagen können unterschiedliche dielektrische Eigenschaften haben.

Erfahren Sie mehr über die Konfiguration der Eigenschaften für impedanzkontrolliertes Routing.

Registerkarte „Via Types“

Die Registerkarte Via Types dient dazu, die zulässigen Lagenspannen der im Design verwendeten Vias in Z-Richtung festzulegen. Die X-Y-Eigenschaften der Vias, einschließlich Durchmesser und Bohrungsgröße, werden durch die jeweils geltende Designregel „Routing Style“ gesteuert.

Definieren Sie jede benötigte Lagenspanne als eigenen Via-Typ.Definieren Sie jede benötigte Lagenspanne als eigenen Via-Typ.

Bearbeiten der Via-Typen

The default via Der Lagenaufbau einer neuen Leiterplatte enthält auf der Registerkarte Via Types des Layer Stack Manager eine einzige Definition für die Lagenspanne eines durchgehenden Vias.  Bei einer zweilagigen Leiterplatte heißt das Standard-Via Thru 1:2. Der Name gibt den Via-Typ sowie die erste und letzte Lage an, die das Via verbindet. Die standardmäßige durchgehende Lagenspanne kann nicht gelöscht werden.
Add a new Via Type

Klicken Sie auf die Schaltfläche , um einen weiteren Via-Typ hinzuzufügen, und wählen Sie anschließend im Panel Properties die Lagen aus, die dieser Via-Typ verbindet. Die neue Definition erhält den Namen <Type> <FirstLayer>:<LastLayer> (z. B. Thru 1:2). Die Software erkennt den Typ (z. B. durchgehend, blind oder vergraben) automatisch anhand der ausgewählten Lagen und benennt den Via-Typ entsprechend.

Naming a Via Type Jeder Via-Typ wird automatisch anhand der verbundenen Lagen und abhängig davon benannt, ob es sich um ein µVia handelt. Im Arbeitsbereich platzierte Vias verfügen über ein Dropdown-Menü für die Eigenschaft Name, in dem alle im Layer Stack Manager definierten Via-Typen aufgeführt sind. Alle auf der Leiterplatte verwendeten Vias müssen einem der im Layer Stack Manager definierten Via-Typen entsprechen.
Adding a µVia Wenn ein µVia benötigt wird, aktivieren Sie das Kontrollkästchen µVia. Diese Option ist nur verfügbar, wenn das Via benachbarte Lagen oder benachbarte Lagen +1 überspannt (als Skip-Via bezeichnet).
Mirroring a via Wenn im Lagenaufbau die Option Stack Symmetry aktiviert ist, wird die Option Mirror verfügbar. Wenn Mirror aktiviert ist, wird automatisch ein Spiegelbild des aktuellen Vias erstellt, das die symmetrischen Lagen im Lagenaufbau überspannt. 
Selecting a Via Type during routing

Wenn Sie beim interaktiven Routing die Lage wechseln:

  • Im Panel Properties wird der passende Via-Typ angezeigt ().

  • Wenn mehrere Via-Typen für die zu überspannenden Lagen verfügbar sind, drücken Sie die Tastenkombination 6, um die verfügbaren Via-Typen durchzugehen, oder die Tastenkombination 8, um ein Menü der verfügbaren Via-Typen anzuzeigen ().

  • Der vorgeschlagene Via-Typ wird in der Statusleiste angezeigt ().

Wenn im Layer Stack Manager mehrere Teillagenaufbauten definiert sind, können Sie über die Benutzeroberfläche für jeden Teillagenaufbau unterschiedliche Via-Typen definieren. Beachten Sie, dass dies does not den jeweiligen Via-Typ auf Leiterplattenbereiche beschränkt, die diesen Teillagenaufbau verwenden. Welche Via-Typen beim Routing verfügbar sind, hängt von der geltenden Designregel für den Routing-Via-Stil und den Lagen ab, die von der Leiterbahn überspannt werden. Bei Bedarf können Via-Typen auf einen Bereich der Leiterplatte beschränkt werden, indem Sie diesen Bereich in der geltenden Designregel Routing Via Style mit dem Abfrageschlüsselwort InLayerStackRegion () gezielt ansprechen.

Erfahren Sie mehr über Via-Besonderheiten und über das Einrichten von Blind-, Buried- und Micro-Vias.

Registerkarte Back Drills

Bei einem High-Speed-Design können Signalreflexionen auftreten, wenn die metallisierte Hülse eines Vias über die Signallagen hinausreicht, auf denen das Signal geführt wird. Dies kann zu einer Verschlechterung des Signals und zu Problemen mit der Signalintegrität führen. Ein Lösungsansatz besteht darin, die ungenutzten Abschnitte der Via-Hülsen durch tiefenkontrolliertes Bohren zu entfernen. Diese Technik wird auch als Rückbohren oder Backdrilling bezeichnet.

Die Eigenschaften für Rückbohrungen werden auf der Registerkarte Back Drills konfiguriert. Diese Registerkarte wird angezeigt, wenn Rückbohrungen im Untermenü Tools » Features aktiviert werden oder wenn Sie auf die Schaltfläche klicken und anschließend Back Drills auswählen.

Rückbohrungen bearbeiten

How Back Drills work Auf der Registerkarte Back Drills werden die Lagenbereiche definiert, die rückgebohrt werden müssen, wenn ein Pad- oder Via-Stub vorhanden ist. Diese Einstellungen werden zusammen mit der Designregel Max Via Stub Length verwendet, in der die maximale Stub-Länge und das Bohrungsübermaß festgelegt werden. Mit der Einstellung Where the Object Matches in dieser Regel lässt sich die Stub-Entfernung auf bestimmte Netze beschränken ().
Add a new Back Drill

Klicken Sie auf die Schaltfläche , um eine neue Rückbohrungsdefinition hinzuzufügen. Die Definition wird entsprechend den unter First layer und Last layer ausgewählten Lagen im Abschnitt Back Drill des Panels Properties benannt, zum Beispiel BD 1:3. First layer definiert die erste zu bohrende Lage, Last layer definiert die Lage, vor der das Bohren endet (Last layer ist die erste Lage im Lagenaufbau, die nicht rückgebohrt wird).

Mirroring a Back Drill Wenn in den Eigenschaften des Teillagenaufbaus im Panel Properties die Option Stack Symmetry aktiviert ist, wird die Option Mirror im Abschnitt Back Drill des Panels verfügbar. Wenn diese aktiviert ist, wird ein Spiegelbild der aktuellen Rückbohrung erstellt, zum Beispiel BD 1:3 | 6:4.

Weitere Informationen zum Einrichten der Eigenschaften von Rückbohrungen finden Sie auf der Seite Tiefenkontrolliertes Bohren (Backdrilling).

Registerkarte Printed Electronics

Mit moderner Drucktechnologie lassen sich leitfähige und nichtleitfähige Schichten direkt auf ein Substratmaterial drucken, um eine elektronische Schaltung aufzubauen. Dies wird als printed electronics bezeichnet. Der Lagenaufbau wird für gedruckte Elektronik konfiguriert, indem Sie die Option Klicken und ziehen zum Verschieben​Tools » Features » Printed Electronics auswählen. In diesem Modus werden alle Registerkarten durch die einzelne Registerkarte Printed Electronics Stackup ersetzt.

Bei gedruckter Elektronik wird der Lagenaufbau auf andere Weise definiert.Bei gedruckter Elektronik wird der Lagenaufbau auf andere Weise definiert.

Lagenaufbau für gedruckte Elektronik konfigurieren

Defining the layers Bei gedruckter Elektronik werden keine herkömmlichen dielektrischen Lagen verwendet. Stattdessen werden dort, wo sich Leiterbahnen kreuzen müssen, lokale dielektrische Flächen gedruckt. Wenn die Option Printed Electronics im Dropdown-Menü Features aktiviert ist, werden alle dielektrischen Lagen aus dem Lagenaufbau entfernt. Die dielektrischen Flächen werden stattdessen durch das Platzieren entsprechend geformter Regionsobjekte auf nichtleitfähigen Lagen definiert.
How Layers are named Bei gedruckter Elektronik werden Kupfer-Signallagen als conductive layers und isolierende Lagen als non-conductive layers bezeichnet.

Weitere Informationen zum Einrichten der Eigenschaften einer Lage für gedruckte Elektronik finden Sie auf der Seite Entwerfen für gedruckte Elektronik.

Registerkarte Board

Auf der Registerkarte Board werden die verschiedenen Teillagenaufbauten konfiguriert, die für ein erweitertes Starrflex-Design erforderlich sind. Die Registerkarte wird automatisch angezeigt, wenn der Modus Rigid-Flex (Advanced) aktiviert ist. Beachten Sie, dass die Registerkarte Board im standardmäßigen Rigid-Flex-Modus nicht verwendet wird bzw. nicht verfügbar ist.

Die Registerkarte Board beim Konfigurieren einer Starrflex-Leiterplatte im Buchbinderaufbau. Beachten Sie, dass der mittlere Abschnitt zwei flexible Teillagenaufbauten aufweist.Die Registerkarte Board beim Konfigurieren einer Starrflex-Leiterplatte im Buchbinderaufbau. Beachten Sie, dass der mittlere Abschnitt zwei flexible Teillagenaufbauten aufweist.

Arbeiten in der Registerkarte Board View

Add a new Substack Zusätzliche Teillagenaufbauten lassen sich schnell aus einem vorhandenen Teillagenaufbau erstellen: Wählen Sie mit der Tastenkombination Shift+Click die gewünschten Lagen aus und ziehen Sie die Auswahl anschließend horizontal an die gewünschte Position innerhalb der Teillagenaufbauten.
Configure layer intrusion Verwenden Sie die Felder Intrusion Left / Right, um festzulegen, ob angrenzende Lagen in den benachbarten Teillagenaufbau hineinragen.
Configure layer adjacency Konfigurieren Sie die Beziehungen zwischen den Lagen benachbarter Teillagenaufbauten, z. B. ob sie gemeinsame Lagen verwenden (Common) oder ob die Lagen nur in diesem Teillagenaufbau vorkommen (Individual).
Editing a substack Doppelklicken Sie auf einen bestimmten Teillagenaufbau in der Registerkarte Board, um dessen Registerkarte Layer zu öffnen und ihn dort zu bearbeiten.
Adding a Branch Fügen Sie zusätzliche Verzweigungen hinzu. Verzweigungen werden verwendet, wenn das Design mehrere flexible Abschnitte aufweist, die von einem einzelnen starren Abschnitt ausgehen. Erfahren Sie mehr über Verzweigungen.

Erfahren Sie mehr über das Entwerfen einer erweiterten Starrflex-Leiterplatte.

Eigenschaften und Materialien einzelner Lagen konfigurieren

Lagentypen einer Leiterplatte

Bei der Herstellung einer Leiterplatte kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die gängigen Materialien. Die Auswahl der Lagenmaterialien und ihrer Eigenschaften sollte immer in Absprache mit dem Leiterplattenhersteller erfolgen.

Eigenschaften der einzelnen Lagen konfigurieren

Die Eigenschaften jeder Lage können direkt in der LSM-Tabelle oder im Panel Properties bearbeitet werden. Alternativ kann ein vordefiniertes Material aus der Materialbibliothek ausgewählt werden, indem Sie in der Zelle Material der ausgewählten Lage auf die Schaltfläche mit den Auslassungspunkten () klicken. Der Abschnitt zur Registerkarte Stackup weiter oben auf dieser Seite fasst die verschiedenen Möglichkeiten zum Hinzufügen, Entfernen, Bearbeiten und Anordnen der Lagen zusammen.

Javascript ID: ConfigProps

Bearbeiten Sie die Lageneigenschaften direkt in der Tabelle oder im Panel Properties.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Bereich der Spaltenüberschriften, um die verfügbaren Spalten zu bearbeiten.

Klicken Sie auf die Auslassungspunkte (...), um ein Material aus der Bibliothek auszuwählen.

Materialbibliothek und Bibliothekskonformität

Bevorzugte Materialien für den Lagenaufbau können in der Materialbibliothek vordefiniert werden. Wählen Sie in Layer Stack Manager die Option Tools » Material Library, um den Dialog Altium Material Library zu öffnen. Dort können Sie vorhandene Materialien überprüfen und neue Materialdefinitionen hinzufügen.

Der Dialog Altium Material Library
Der Dialog Altium Material Library

Material für eine Lage auswählen

Das Material, das Sie für eine bestimmte Lage verwenden möchten, wird nicht im Dialog Altium Material Library ausgewählt, sondern im Dialog Select Material. Um ein bestimmtes Material für eine Lage zu verwenden, klicken Sie in der Tabelle des Lagenaufbaus in der Zelle Materials dieser Lage auf die Auslassungspunkte () oder klicken Sie auf  im Feld Material im Panel Properties, wenn die Lage in der Tabelle des Lagenaufbaus ausgewählt ist. Dadurch wird der Dialog Select Material geöffnet, der die Bibliothek auf Materialien beschränkt, die für die Lage geeignet sind, bei der auf die Schaltfläche mit den Auslassungspunkten geklickt wurde.

Der Dialog Select Material
Der Dialog Select Material

Wenn das Kontrollkästchen Library Compliance in Layer Stack Manager aktiviert ist, werden für jede Lage, die aus der Materialbibliothek ausgewählt wurde, die aktuellen Lageneigenschaften mit den Werten der entsprechenden Materialdefinition in der Bibliothek verglichen. Jede Eigenschaft, die nicht übereinstimmt, wird mit einer Fehlermarkierung versehen. Wählen Sie das Material erneut aus (), um die Werte auf die Einstellungen der Materialbibliothek zu aktualisieren.

Symmetrie des Lagenaufbaus

Wenn der Lagenaufbau der Leiterplatte symmetrisch sein soll, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Stack Symmetry im Bereich Leiterplatte  des Panels Properties. Anschließend wird der Lagenaufbau sofort auf Symmetrie bezüglich der mittleren dielektrischen Lage geprüft. Wenn ein Lagenpaar, dessen Lagen den gleichen Abstand zur mittleren dielektrischen Referenzlage haben, nicht identisch ist, wird der Dialog Stack is not symmetric geöffnet.

Die Tabelle Layer stack symmetry mismatches oben im Dialog führt alle erkannten Symmetriekonflikte im Lagenaufbau auf. Wählen Sie im unteren Bereich des Dialogs die passende Option aus, um einen symmetrischen Lagenaufbau herzustellen:

Symmetrischen Lagenaufbau herstellen durch:

Mirror top half down Die Einstellungen jeder Lage oberhalb der mittleren dielektrischen Lage werden nach unten auf die jeweils symmetrisch gegenüberliegende Lage kopiert.
Mirror bottom half up Die Einstellungen jeder Lage unterhalb der mittleren dielektrischen Lage werden nach oben auf die jeweils symmetrisch gegenüberliegende Lage kopiert.
Mirror whole stack down Nach der letzten Kupferlage (Surface Finish) wird eine zusätzliche dielektrische Lage eingefügt. Anschließend werden alle Signal- und dielektrischen Lagen dupliziert und unterhalb dieser neuen dielektrischen Lage gespiegelt.
Mirror whole stack up Vor der ersten Kupferlage (Surface Finish) wird eine zusätzliche dielektrische Lage eingefügt. Anschließend werden alle Signal- und dielektrischen Lagen dupliziert und oberhalb dieser neuen dielektrischen Lage gespiegelt.
  • Verwenden Sie die Option Stack Symmetry , um schnell eine symmetrische Leiterplatte zu definieren: Definieren Sie die Hälfte des Lagenaufbaus, aktivieren Sie die Option für die Symmetrie des Lagenaufbaus und verwenden Sie anschließend eine der Optionen zum Spiegeln des gesamten Lagenaufbaus, um diese Lagen zu duplizieren.

  • Wenn die Symmetrie des Lagenaufbaus aktiviert ist:

    • Eine Änderung an einer Lageneigenschaft wird automatisch auf die symmetrisch gegenüberliegende Lage angewendet.

    • Beim Hinzufügen von Lagen werden automatisch passende symmetrisch gegenüberliegende Lagen hinzugefügt.

Visualisierung des Lagenaufbaus

Mit Layerstack Visualizer können Sie den Lagenaufbau in 2D oder 3D betrachten. Wählen Sie Tools » Layerstack Visualizer in Layer Stack Manager, um Layerstack Visualizer zu öffnen.

Teillagenaufbauten für Starrflex-Leiterplatten definieren und konfigurieren

Main page: Starrflex-Design

Jede separate Zone bzw. jeder Bereich eines Starrflex-Designs kann aus einer unterschiedlichen Anzahl von Lagen bestehen. Dafür müssen Sie mehrere Lagenaufbauten definieren können, die als substacks bezeichnet werden.

Der PCB-Editor unterstützt zwei Starrflex-Designmodi. Sie wählen den Standardmodus oder den erweiterten Modus aus, indem Sie den entsprechenden Befehl im Untermenü Tools » Features oder im Auswahlfeld Feature auf der rechten Seite der Benutzeroberfläche Layer Stack Manager auswählen.

  1. Der ursprüngliche bzw. Standardmodus – als Starrflex bezeichnet – unterstützt einfache Starrflex-Designs ().

  2. Wenn Ihr Design komplexere Starrflex-Anforderungen wie überlappende flexible Bereiche aufweist, benötigen Sie den erweiterten Starrflex-Modus (auch als Starrflex 2.0 bekannt). Neben überlappenden flexiblen Bereichen bietet der erweiterte Modus auch die visuelle Definition der Z-Ebenen von Teillagenaufbauten, die unabhängige Definition jedes starren und flexiblen Bereichs der Leiterplatte, Biegungen an verschachtelten Ausschnitten, individuell geformte Trennungen, die Möglichkeit zur Definition von Buchbinderstrukturen, die Möglichkeit, flexible Bereiche mit Coverlay zu versehen, sowie Unterstützung für rein flexible Designs ().

Erfahren Sie mehr über das Entwerfen einer Starrflex-Leiterplatte

Definieren einer einlagigen Leiterplatte

Wie der Name bereits sagt, verfügt eine einlagige Leiterplatte nur über eine Kupferlage, in der Regel die untere Lage. Ein einlagiger Leiterplatten-Lagenaufbau lässt sich erstellen, indem entweder die obere oder die untere Lage aus einem zweilagigen Leiterplatten-Lagenaufbau gelöscht wird.

Bei einer zweilagigen Leiterplatte können Sie entweder die obere oder die untere Lage aus dem Lagenaufbau löschen.
Bei einer zweilagigen Leiterplatte können Sie entweder die obere oder die untere Lage aus dem Lagenaufbau löschen.

Hinweise zu einlagigen Leiterplatten

  • Ein einlagiger Lagenaufbau kann für eine Leiterplatte erstellt werden, jedoch nicht für einen Footprint.

  • Wenn der Lagenaufbau nur eine Kupferlage enthält, sind die Registerkarte Via Types und die Funktion Back Drills im Layer Stack Manager nicht verfügbar.

  • Für eine einlagige Leiterplatte können Sie auf der Registerkarte Impedance des Layer Stack Manager nur Impedanzprofile der Typen Single-Coplanar und Differential-Coplanar erstellen.

  • Die entfernte Lage wird, sofern zutreffend, als Seite bezeichnet. Wenn beispielsweise die untere Lage entfernt wird, wird sie in der Spalte Drill Layer Pair einer Bohrtabelle als Bottom Side bezeichnet.

  • Wenn auf einer einlagigen Leiterplatte nicht durchkontaktierte Durchsteck-Pads vorhanden sind, werden diese im Abschnitt Unplated multi-layer pad(s) detected des DRC-Berichts nicht als Verstoß gemeldet.

Diese Funktion ist verfügbar, wenn die Option PCB.SingleLayerStack.Support im Dialog „Advanced Settings“ aktiviert ist.

Arbeiten mit vordefinierten Lagenaufbauten

Eine häufige Anforderung vieler Unternehmen ist die Verwendung eines einheitlichen Lagenaufbaus für ihre Leiterplattendesigns. Die Software enthält eine Reihe vordefinierter Lagenaufbauten, und der Altium Workspace enthält mehrere Lagenaufbauvorlagen (wenn Sie bei der Aktivierung/Installation Ihres Workspace die Einbindung von Beispieldaten gewählt haben). Neben dem Erstellen und Speichern von Lagenaufbauvorlagen im Workspace Ihres Unternehmens können diese auch als lokale Dateien gespeichert werden.

Voreingestellte Lagenaufbauten des Editors

Als praktischer Ausgangspunkt stehen im Menü Tools » Presets mehrere vordefinierte Lagenaufbauten zur Verfügung. Beachten Sie, dass diese Voreinstellungen nicht bearbeitet werden können und die Liste nicht erweitert werden kann. Um eigene vordefinierte Lagenaufbauten zu konfigurieren, erstellen Sie Lagenaufbauvorlagen, wie unten beschrieben.

Lagenaufbauvorlagen

Vordefinierte Lagenaufbauten werden als Lagenaufbauvorlagen bezeichnet. Diese Vorlagen können in Ihrem Altium Workspace oder als lokale Dateien gespeichert und verwaltet werden.

Verfügbare Vorlagen werden auf der Seite Data Management – Templates des Dialogs Preferences aufgelistet. Über die Dropdown-Liste Template visibility im oberen Bereich der Dialogseite können Sie festlegen, ob die Liste Server only- oder Server & Local-Vorlagen enthalten soll. Lokale Vorlagen befinden sich in dem Ordner, der durch den Wert Local Templates folder angegeben wird.

Lagenaufbauvorlagen können in Ihrem Workspace oder als lokale Dateien gespeichert und verwaltet werden.Lagenaufbauvorlagen können in Ihrem Workspace oder als lokale Dateien gespeichert und verwaltet werden.

Arbeiten mit Lagenaufbauten, die in Ihrem Workspace gespeichert sind

Default Workspace stackups Im Workspace-Ordner Managed Content\Templates\Layer Stacks werden standardmäßig mehrere Workspace-Lagenaufbauten bereitgestellt (wenn Sie bei der Aktivierung/Installation Ihres Workspace die Einbindung von Beispieldaten gewählt haben).
Preview a Workspace stackup Ein Workspace-Lagenaufbau kann im Explorer-Panel als Vorschau angezeigt werden. Wählen Sie den Lagenaufbau-Eintrag im Revisionsbereich des Panels aus und wechseln Sie zur Registerkarte der Ansicht Preview, um den Lagenaufbau anzuzeigen.
Load a Workspace stackup Um einen Lagenaufbau aus Ihrem verbundenen Workspace zu laden, wählen Sie den Befehl File » Load Stackup From Server. Der Dialog Choose Item Revision wird geöffnet. Navigieren Sie über den Ordnerbaum auf der linken Seite des Dialogs zum Speicherort der Lagenaufbauten im Workspace und wählen Sie den gewünschten Lagenaufbau in der Liste der Elementrevisionen aus. Klicken Sie auf OK, um den in dieser Datei definierten Lagenaufbau auf den aktuell im Layer Stack Manager geöffneten Lagenaufbau anzuwenden.
Save the open layer stack as an existing Workspace stackup Um den aktuellen Lagenaufbau als neue Revision eines vorhandenen Lagenaufbaus in Ihrem verbundenen Workspace zu speichern, wählen Sie den Befehl File » Save to Server. Der Dialog Choose Planned Item Revision wird geöffnet. Wählen Sie darin einen vorhandenen Workspace-Lagenaufbau aus, um den Lagenaufbau als dessen nächste Revision zu speichern.
Save the open layer stack as a new Workspace stackup Um den aktuellen Lagenaufbau als neuen Aufbau in Ihrem verbundenen Workspace zu speichern, wählen Sie den Befehl File » Save to Server. Das Dialogfeld Choose Planned Item Revision wird angezeigt. Navigieren Sie im Baum Server Folders zu dem Speicherort der Lagenaufbauten, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste in den Bereich mit der Revisionsliste des Dialogfelds und wählen Sie den Befehl Create Item » Layerstack. Deaktivieren Sie im daraufhin geöffneten Dialogfeld Create New Item die Option Open for editing after creation; andernfalls wechseln Sie in den direkten Bearbeitungsmodus.
Create a new Workspace stackup from scratch

Klicken Sie auf der Seite Data Management – Templates des Dialogfelds Preferences auf die Schaltfläche Add und wählen Sie den Befehl Layerstack aus dem Menü (oder klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Vorlagentabelle, um das Kontextmenü aufzurufen, und wählen Sie Add » Template). Klicken Sie nach Auswahl des Befehls im daraufhin geöffneten Dialogfeld Close Preferences auf OK, um das Dialogfeld Preferences zu schließen und den temporären Lagenaufbau-Editor zu öffnen. Eine geplante Revision des neuen Workspace-Lagenaufbaus wird automatisch in einem Workspace-Ordner des Typs Layerstacks erstellt.

Edit an existing Workspace Stackup Um einen vorhandenen Workspace-Lagenaufbau zu bearbeiten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dessen Eintrag auf der Registerkarte Templates der Seite Datenverwaltung – Vorlagen im Dialogfeld Preferences und wählen Sie den Befehl Edit aus dem Kontextmenü. Der temporäre Editor wird geöffnet und zeigt die in der neuesten Revision des Workspace-Lagenaufbaus enthaltene Vorlage zur Bearbeitung an. Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen vor und wählen Sie anschließend den Befehl File » Save to Server, um den Lagenaufbau in der nächsten Revision des Workspace-Lagenaufbaus zu speichern.
Update an existing WS stackup based on a local stackup file Wenn Sie einen Workspace-Lagenaufbau aktualisieren müssen und über eine aktualisierte Lagenaufbau-Dokumentdatei verfügen, können Sie diese Datei in den betreffenden Workspace-Lagenaufbau hochladen. Klicken Sie auf der Seite Data Management – Templates des Dialogfelds Preferences mit der rechten Maustaste auf den Vorlageneintrag und wählen Sie den Befehl Upload aus dem Kontextmenü. Suchen und öffnen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld Open (einem standardmäßigen Windows-Dialogfeld zum Öffnen von Dateien) die gewünschte Datei, die in die nächste Revision des Workspace-Lagenaufbaus hochgeladen wird.
Upload an existing stackup template file to the Workspace Wenn sich die gewünschte Lagenaufbau-Dokumentdatei im Local Template folder befindet (unten auf der Seite Data Management – Templates festgelegt) und unter dem Eintrag Local der Vorlagentabelle aufgeführt ist, kann sie in einen neuen Workspace-Lagenaufbau migriert werden. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie den Befehl Migrate to Server. Klicken Sie im Dialogfeld Template migration auf die Schaltfläche OK, um mit der Migration fortzufahren. Wie in diesem Dialogfeld angegeben, wird die ursprüngliche Lagenaufbaudatei einem ZIP-Archiv im lokalen Vorlagenordner hinzugefügt (sie ist daher nicht mehr in der Vorlagenliste Local sichtbar).
Upload a local stackup file to the Workspace Ein neuer Workspace-Lagenaufbau kann auch durch Hochladen einer vorhandenen Lagenaufbau-Dokumentdatei (*.stackup) erstellt werden. Wählen Sie den Befehl Load from File aus dem Menü der Schaltfläche Add oder aus dem Kontextmenü Add der Vorlagentabelle auf der Registerkarte Templates der Seite Datenverwaltung – Vorlagen im Dialogfeld Preferences. Wählen Sie im daraufhin geöffneten Dialogfeld Open (einem standardmäßigen Windows-Dialogfeld zum Öffnen von Dateien) die Option Layer Stack-up File (*.stackup) in der Dropdown-Liste rechts neben dem Feld File name. Suchen und öffnen Sie anschließend die gewünschte Datei. Diese wird in die erste Revision des neuen Workspace-Lagenaufbaus hochgeladen, der automatisch in einem Workspace-Ordner des Typs Layerstacks erstellt wird.

Arbeiten mit lokal gespeicherten Lagenaufbauten

Load a stackup file Um einen Lagenaufbau aus einer vorhandenen Lagenaufbaudatei zu laden und auf den aktuell im Layer Stack Manager geöffneten Aufbau anzuwenden, wählen Sie den Befehl File » Load Stackup from File aus den Hauptmenüs.
Save as a stackup file Wählen Sie File » Save As, um den aktuellen Lagenaufbau als Lagenaufbau-Dokumentdatei (*.stackup oder *.stackupx) zu speichern. Beachten Sie, dass die Seite Data Management – Templates des Dialogfelds Preferences die im Format *.stackup gespeicherten Lagenaufbauten auflistet.

Exportieren eines Lagenaufbaus

Exporting to a Spreadsheet Verwenden Sie den Befehl File » CSV exportieren , um den aktuellen Lagenaufbau in eine Tabellenkalkulationsdatei (*.csv) zu exportieren.
Exporting to Simbeor Verwenden Sie den Befehl File » Export To Simbeor, um den Lagenaufbau in eine Simbeor-Datei (*.esx) zu exportieren.

Ein Workspace-Lagenaufbau kann auch als Konfigurationsdatenelement in einer oder mehreren definierten Environment Configurations verwendet werden. Eine Umgebungskonfiguration dient dazu, die Arbeitsumgebung eines Entwicklers auf die Verwendung von Designelementen zu beschränken, die vom Unternehmen freigegeben wurden. Umgebungskonfigurationen werden im Team Configuration Center definiert und gespeichert – einem über den Workspace bereitgestellten Dienst. Sobald Sie sich mit dem Workspace verbunden und gegebenenfalls eine der für Sie verfügbaren Umgebungskonfigurationen ausgewählt haben, wird Altium Designer hinsichtlich der Verwendung von Lagenaufbauten entsprechend konfiguriert. Sind in der ausgewählten Umgebungskonfiguration eine oder mehrere Revisionen von Lagenaufbau-Elementen definiert, stehen Ihnen only diese zur Wiederverwendung zur Verfügung. Sind in der für Sie geltenden Umgebungskonfiguration keine Lagenaufbau-Revisionen angegeben bzw. hinzugefügt oder ist sie auf Do Not Control eingestellt, stehen Ihnen alle verfügbaren gespeicherten Elementrevisionen zur Verfügung, die für Sie freigegeben wurden. Sie können auch lokale Lagenaufbaudateien verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Environment Configuration Management (Altium 365 Workspace, Enterprise Server Workspace).

Weitere lagenbezogene Designaufgaben

Einige Designaufgaben im Zusammenhang mit den Lagen werden nicht im Layer Stack Manager ausgeführt, sollten jedoch bei der Vorbereitung des Lagenaufbaus berücksichtigt werden. Diese Aufgaben sind nachfolgend zusammengefasst, mit Links zu weiterführenden Informationen.

Definieren der Leiterplattenform

Während der Lagenaufbau die Leiterplatte in der Z-Ebene definiert, legt die Leiterplattenform die Leiterplatte in der X-Y-Ebene fest. Die Leiterplattenform, auch als Leiterplattenkontur bezeichnet, ist eine geschlossene polygonale Form, die die Gesamtabmessungen der Leiterplatte definiert. Die Leiterplattenform kann aus einem einzelnen Leiterplattenbereich (bei einer herkömmlichen starren Leiterplatte) oder aus mehreren Leiterplattenbereichen (bei einer Starrflex-Leiterplatte) bestehen. Das folgende Bild zeigt eine Leiterplatte mit zwei starren Bereichen, die durch einen flexiblen Bereich verbunden sind.

Die Leiterplattenform definiert die Leiterplatte in der X-Y-Ebene.Die Leiterplattenform definiert die Leiterplatte in der X-Y-Ebene.

Erfahren Sie mehr über das Definieren der Leiterplattenform.

Erfahren Sie mehr über Starrflex-Design.

Zuweisen eines Netzes zu einer Versorgungslage

Wenn das PCB-Panel auf den Modus Split Plane Editor eingestellt ist, können Sie damit die Netzzuweisungen aller Versorgungslagen der Leiterplatte überprüfen und Netze zuweisen. Außerdem können Sie einem auf einer Versorgungslage definierten Teilbereich ein Netz zuweisen.

Mit dem Split Plane Editor können Sie Netzzuweisungen zu den Versorgungslagen überprüfen und verwalten sowie die Definitionen der geteilten Versorgungslagen untersuchen.Mit dem Split Plane Editor können Sie Netzzuweisungen zu den Versorgungslagen überprüfen und verwalten sowie die Definitionen der geteilten Versorgungslagen untersuchen.

Erfahren Sie mehr über interne und geteilte Versorgungslagen.

Konfigurieren des Lagenaufbaus für Bauteile auf einer internen Signallage

Ein Bauteil gilt als eingebettetes Bauteil, wenn es auf einer anderen Lage als der oberen oder unteren Signallage montiert ist. 

Ein auf einer internen Signallage eingebettetes Bauteil (das Bauteil ist mit blauen Umrissen hervorgehoben, die Aussparung mit orangefarbenen Umrissen).Ein auf einer internen Signallage eingebettetes Bauteil (das Bauteil ist mit blauen Umrissen hervorgehoben, die Aussparung mit orangefarbenen Umrissen).

Erfahren Sie mehr über eingebettete Bauteile.

Dokumentieren des Lagenaufbaus

Die Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil des Designprozesses und besonders wichtig bei Designs mit einem komplexen Lagenaufbau, beispielsweise bei einem Starrflex-Design. Zur Unterstützung dieser Aufgabe enthält Altium Designer eine Lagenaufbautabelle, die im Arbeitsbereich neben dem Leiterplattendesign platziert (Place » Layer Stack Table) und positioniert wird. Die Informationen in der Lagenaufbautabelle stammen aus dem Layer Stack Manager.

Fügen Sie eine Lagenaufbautabelle hinzu, um das Design zu dokumentieren.
Fügen Sie eine Lagenaufbautabelle hinzu, um das Design zu dokumentieren.

Hinweise zur Lagenaufbautabelle

Placing a Layer Stack Table Um eine Lagenaufbautabelle zu platzieren, wählen Sie Place » Layer Stack Table.
Included detail

Die Lagenaufbautabelle enthält folgende Angaben:

  • LayerNummer, wie im Layer Stack Manager

  • zugewiesen; Lagen-Name, wie im Layer Stack Manager

  • Materialdefiniert, wie im Layer Stack Manager

  • Thicknessdefiniert, wie im Layer Stack Manager

  • definiert; die dielektrische Constant, wie im Layer Stack Manager

  • Gerberdefiniert; Kennung (Dateierweiterung), die dieser Lage zugewiesen ist

  • Board Layer Stack, eine schattierte Anzeige, die angibt, ob Lagen in dem jedem Leiterplattenbereich zugewiesenen Lagenaufbau vorhanden sind oder fehlen

Editing a Layer Stack Table Doppelklicken Sie auf eine beliebige Stelle der platzierten Tabelle, um die Lagenaufbautabelle im Properties -Panel zu bearbeiten.
What is the Board Map? Die Lagenaufbautabelle kann auch einen optionalen Umriss der Leiterplatte enthalten, der zeigt, wie die verschiedenen Lagenaufbauten den Bereichen der Leiterplatte zugewiesen sind. Verwenden Sie die Option Show Board Map und den Schieberegler, um die Einstellungen der Übersicht zu konfigurieren.
  • Die Lagenaufbautabelle ist ein intelligentes Designobjekt, das im Verlauf der Designentwicklung platziert und aktualisiert werden kann. Doppelklicken Sie auf die Lagenaufbautabelle, um sie im Properties-Panel zu bearbeiten.

  • Platzieren Sie die .Total_Thickness und die .Total_Thickness(<SubstackName>) Spezialzeichenfolgen auf einer mechanischen Lage, um diese Informationen in Ihre Designdokumentation aufzunehmen.

  • Eine alternative Möglichkeit zur Dokumentation des Lagenaufbaus besteht darin, dem Projekt ein Draftsman-Dokument hinzuzufügen und darin eine Lagenaufbautabelle einzufügen. Erfahren Sie mehr über Draftsman.

Erfahren Sie mehr über das Platzieren und Bearbeiten einer Lagenaufbautabelle.

Einfügen einer Bohrtabelle

Altium Designer enthält eine intelligente Bohrtabelle, die entweder die erforderlichen Bohrungen für alle Lagenpaare (zusammengefasst) oder für ein bestimmtes Lagenpaar anzeigt. Wenn Sie separate Bohrinformationen für jedes Lagenpaar bevorzugen, platzieren Sie für jedes im Design verwendete Lagenpaar eine Bohrtabelle.

Eine alternative Möglichkeit zur Dokumentation des Lagenaufbaus besteht darin, dem Projekt ein Draftsman-Dokument hinzuzufügen und darin eine Lagenaufbautabelle einzufügen. 

Erfahren Sie mehr über das Platzieren und Bearbeiten einer Bohrtabelle.

Dokumentieren des Lagenaufbaus in Draftsman

Altium Designer bietet mit Draftsman auch einen speziellen Dokumentationseditor. Mit Draftsman kann der Entwickler hochwertige Dokumentationen erstellen, die Bemaßungen, Hinweise, Lagen, Lagenaufbautabellen und Bohrtabellen enthalten können. Auf Grundlage eines eigenen Dateiformats und einer Reihe von Zeichenwerkzeugen bietet Draftsman einen interaktiven Ansatz, um Fertigungs- und Bestückungszeichnungen mit benutzerdefinierten Vorlagen, Beschriftungen, Bemaßungen, Verweisen und Hinweisen zu kombinieren.

Draftsman unterstützt auch erweiterte Zeichenfunktionen, darunter eine isometrische Leiterplattenansicht, eine Leiterplattendetailansicht und eine realistische Leiterplattenansicht (3D-Ansicht).

Platzieren Sie Zeichnungsansichten, Objekte und automatische Beschriftungen in ein- oder mehrseitigen Draftsman-Dokumenten. Platzieren Sie Zeichnungsansichten, Objekte und automatische Beschriftungen in ein- oder mehrseitigen Draftsman-Dokumenten.

Erfahren Sie mehr über Draftsman.

Terminologie zum Lagenaufbau

Begriff Bedeutung
Blind Via Eine Durchkontaktierung, die auf einer Außenlage beginnt, aber nicht durch die gesamte Leiterplatte führt. Üblicherweise reicht eine Sackloch-Durchkontaktierung (Blind Via) eine Lage tief bis zur nächsten Kupferlage.
Buried Via Eine Durchkontaktierung, die auf einer Innenlage beginnt und auf einer anderen Innenlage endet, ohne eine äußere Kupferlage zu erreichen.
Core Ein starres Laminat (häufig FR-4) mit Kupferfolie auf beiden Seiten.
Double-Sided Board Eine Leiterplatte mit 2 Kupferlagen, jeweils einer auf jeder Seite eines isolierenden Kerns. Alle Bohrungen sind Durchgangsbohrungen, d. h., sie reichen vollständig von einer Seite der Leiterplatte zur anderen.
Fine Line Features and Clearances Leiterbahnbreiten und -abstände bis hinunter zu 100 µm (0,1 mm oder 4 mil) gelten heute als Standard in der Leiterplattenfertigung. Die derzeitige technologisch erreichbare Grenze beim Bauteil-Packaging liegt bei etwa 10 µm.
High Density Interconnect (HDI) High-Density-Interconnect-Technologie: eine Leiterplatte mit einer höheren Verdrahtungsdichte pro Flächeneinheit als eine herkömmliche Leiterplatte. Dies wird durch feine Leiterbahnstrukturen und geringe Abstände, Microvias, vergrabene Durchkontaktierungen sowie sequenzielle Laminiertechnologien erreicht. Diese Bezeichnung wird auch alternativ zu Sequential layer Build-Up (SBU) verwendet.
Microvia Definiert als eine Durchkontaktierung mit einem Bohrungsdurchmesser von weniger als 6 mil (150 µm). Microvias können fotolithografisch, durch mechanisches Bohren oder durch Laserbohren hergestellt werden. Lasergebohrte Microvias sind eine wesentliche Technologie für High Density Interconnect (HDI), da sie die Platzierung von Durchkontaktierungen innerhalb eines Bauteilpads ermöglichen. Werden sie im Rahmen eines sequenziellen Lagenaufbaus eingesetzt, ermöglichen sie zudem Signallagenwechsel ohne kurze Leitungsstummel (sogenannte Via-Stubs), wodurch durchkontaktierungsbedingte Signalintegritätsprobleme erheblich reduziert werden.
Multilayer Board

Eine Leiterplatte mit mehreren Kupferlagen, deren Anzahl von 4 bis über 30 reicht. Eine Multilayer-Leiterplatte kann auf verschiedene Arten hergestellt werden:

  • Als Stapel dünner, doppelseitiger Leiterplatten, die durch Prepreg voneinander getrennt und unter Hitze und Druck zu einer einzigen Struktur laminiert werden. Bei dieser Art von Multilayer-Leiterplatte können die Bohrungen durch die gesamte Leiterplatte reichen (Durchgangsbohrungen), als Sacklöcher ausgeführt oder vergraben sein. Beachten Sie, dass nur bestimmte Lagen zur Herstellung vergrabener Durchkontaktierungen mechanisch gebohrt werden können, da es sich dabei lediglich um Durchgangsbohrungen handelt, die vor dem Laminieren in die dünnen, doppelseitigen Leiterplatten eingebracht werden.
  • Alternativ wird eine Multilayer-Leiterplatte wie beschrieben hergestellt, und anschließend werden auf beiden Seiten zusätzliche Lagen auflaminiert. Dieser Ansatz wird verwendet, wenn das Design Microvias, eingebettete Bauteile oder Starrflex-Technologie erfordert.
Prepreg Ein Glasfasergewebe, das mit einem wärmehärtenden Epoxidharz (Harz + Härter) imprägniert und nur teilweise ausgehärtet ist.
Sequential Lamination Bezeichnung für das Verfahren zur Herstellung einer Multilayer-Leiterplatte mit mechanisch gebohrten, vergrabenen Durchkontaktierungen (die vor dem abschließenden Laminieren in die dünnen, doppelseitigen Leiterplatten gebohrt werden).
Sequential layer Build-Up (SBU) Ausgangspunkt ist ein Kern (doppelseitig kupferkaschiert oder isolierend), auf dessen beiden Seiten nacheinander leitende und dielektrische Lagen aufgebaut werden (in mehreren Pressvorgängen). Diese Technologie ermöglicht es auch, während des Lagenaufbaus Sackloch-Durchkontaktierungen herzustellen und diskrete oder im Aufbau gebildete Bauteile einzubetten. Auch als High Density Interconnect (HDI)-Technologie bezeichnet.
Surface Laminar Circuit (SLC) Ausgangspunkt ist ein mehrlagiger Kern, auf dessen beiden Seiten Aufbaulagen hinzugefügt werden (typischerweise 1 bis 4). Die übliche Schreibweise zur Beschreibung der fertigen Leiterplatte lautet Build-up copper layers + Core copper layers + Build-up copper layers. Beispielsweise bezeichnet 2+4+2 eine Leiterplatte mit einem 4-lagigen Kern, auf dessen beiden Seiten jeweils 2 Lagen auflaminiert sind (auch als 2-4-2 geschrieben). Diese Technologie ermöglicht es, während des Lagenaufbaus Sackloch-Durchkontaktierungen herzustellen und diskrete oder im Aufbau gebildete Bauteile einzubetten.
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Die Ihnen zur Verfügung stehenden Funktionen hängen davon ab, über welche Altium-Lösung Sie verfügen – Altium Develop, Altium Agile Teams, Altium Agile Enterprise oder Altium Designer (mit aktivem Laufzeitvertrag).

Wenn Sie eine dokumentierte Funktion in Ihrer tatsächlich verwendeten Software nicht sehen, wenden Sie sich an den Altium-Vertrieb, um mehr zu erfahren.

Legacy-Dokumentation

Die Dokumentation von Altium Designer wird nicht mehr versioniert. Wenn Sie auf Dokumentation für ältere Versionen von Altium Designer zugreifen müssen, besuchen Sie den Abschnitt Legacy-Dokumentation auf der Seite Andere Installer.

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