Signal Integrity Rule Types
Die Designregeln der Kategorie Signal Integrity werden nachfolgend beschrieben.
Signal Stimulus
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die Eigenschaften des Stimulus-Signals fest, das bei der Durchführung einer Signalintegritätsanalyse des Designs verwendet wird. Dieses Signal wird an jedem Ausgangspin des zu prüfenden Netzes eingespeist. Das Worst-Case-Ergebnis wird bei der Designregelprüfung zurückgegeben.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Signal Stimulus
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Stimulus Kind - legt den Typ des Stimulus-Signals fest, das während der Signalintegritätsanalyse eingespeist wird. Die folgenden Stimulus-Typen sind verfügbar:
- Constant Level - das Stimulus-Signal bleibt auf einer konstanten Spannung – entweder High oder Low – abhängig von der gewählten Option Start Level
- Single Pulse - das Stimulus-Signal ist ein einzelner Puls, dessen Eigenschaften durch die Optionen Start Level, Start Time und Stop Time definiert werden
- Periodic Pulse - das Stimulus-Signal ist ein kontinuierlicher Pulszug, dessen Eigenschaften durch die Optionen Start Level, Start Time, Stop Time und Period Time definiert werden.
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Start Level - legt den Spannungspegel fest, der für das Stimulus-Signal Constant Level verwendet wird, oder den anfänglichen Spannungspegel für die pulsbasierenden Stimulus-Signale. Die folgenden Pegel sind verfügbar:
- Low Level - definiert als LOW-Pegel-Spannung für den Ausgangspin – abhängig vom für den Pin verwendeten Modell
- High Level - definiert als HIGH-Pegel-Spannung für den Ausgangspin – abhängig vom für den Pin verwendeten Modell.
- Start Time (s) - die Startzeit für ein pulsbasierendes Stimulus-Signal. Wird zur Berechnung der Pulsbreite verwendet.
- Stop Time (s) - die Stoppzeit für ein pulsbasierendes Stimulus-Signal. Wird zur Berechnung der Pulsbreite verwendet.
- Period Time (s) - die Zeit zwischen Pulsen in einem periodischen Pulszug-Stimulus-Signal. Nach Ablauf der Periodendauer wird ein weiterer identischer Puls mit der Breite Stop Time - Start Time eingespeist.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Hinweis
Bei der Durchführung einer Übersprechanalyse wird in ein Aggressor-Netz das in der Designregel Stimulus definierte Signal eingespeist, dessen LOW- und HIGH-Pegel vom für den treibenden Ausgangspin verwendeten Modell abhängen. In ein Victim-Netz wird eine konstante Low-Pegel-Spannung eingespeist, wobei der Pegel wiederum vom für den Ausgangspin verwendeten Modell abhängt.
Overshoot - Falling Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den maximal zulässigen Overshoot (Schwingen unterhalb des Basiswerts) an der fallenden Flanke des Signals fest.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Overshoot - Falling Edge
Maximum (Volts) - der Wert für den maximal zulässigen Overshoot an der fallenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Overshoot - Rising Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den maximal zulässigen Overshoot (Schwingen oberhalb des Spitzenwerts) an der steigenden Flanke des Signals fest.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Overshoot - Rising Edge
Maximum (Volts) - der Wert für den maximal zulässigen Overshoot an der steigenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Undershoot - Falling Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den maximal zulässigen Undershoot (Schwingen oberhalb des Basiswerts) an der fallenden Flanke des Signals fest.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Undershoot - Falling Edge
Maximum (Volts) - der Wert für den maximal zulässigen Undershoot an der fallenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Undershoot - Rising Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den maximal zulässigen Undershoot (Schwingen unterhalb des Spitzenwerts) an der steigenden Flanke des Signals fest.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Undershoot - Rising Edge
Maximum (Volts) - der Wert für den maximal zulässigen Undershoot an der steigenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Impedanz
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die minimal und maximal zulässige Netzimpedanz fest. Die Netzimpedanz ist eine Funktion der Leitergeometrie und Leitfähigkeit, des umgebenden dielektrischen Materials (Basismaterial der Leiterplatte, Mehrlagenisolation, Lötstoppmaske usw.) und der physikalischen Geometrie der Leiterplatte (Abstand zu anderen Leitern in der z-Ebene).
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Impedanz
- Minimum (Ohms) - der Wert für die minimal zulässige Netzimpedanz.
- Maximum (Ohms) - der Wert für die maximal zulässige Netzimpedanz.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Signal Top Value
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den minimalen Spannungspegel fest, auf den sich ein Signal im High-Zustand einpendeln kann (der Spitzenwert).
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Signal Top Value
Minimum (Volts) - der Wert für die minimal zulässige Spitzenwertspannung.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Signal Base Value
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt den maximalen Spannungspegel fest, auf den sich ein Signal im Low-Zustand einpendeln kann (der Basiswert).
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Signal Base Value
Maximum (Volts) - der Wert für die maximal zulässige Basiswertspannung.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Flight Time - Rising Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die maximal zulässige Laufzeit an der steigenden Flanke des Signals fest. Die Laufzeit ist die durch die Verbindungsstruktur verursachte Signalverzögerung. Sie wird berechnet als die Zeit, die benötigt wird, um das Signal auf dem Netz auf die Schwellenspannung zu treiben (die den Übergang von Signal LOW zu Signal HIGH markiert), abzüglich der Zeit, die benötigt würde, um eine Referenzlast (direkt mit dem Ausgang verbunden) auf die Schwellenspannung zu treiben.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Flight Time - Rising Edge
Maximum (seconds) - der Wert für die maximal zulässige Laufzeit an der steigenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Flight Time - Falling Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die maximal zulässige Laufzeit an der fallenden Flanke des Signals fest. Die Laufzeit ist die durch die Verbindungsstruktur verursachte Signalverzögerung. Sie wird berechnet als die Zeit, die benötigt wird, damit das Signal auf dem Netz auf die Schwellenspannung abfällt (die den Übergang von Signal HIGH zu Signal LOW markiert), abzüglich der Zeit, die eine Referenzlast (direkt mit dem Ausgang verbunden) benötigen würde, um auf die Schwellenspannung abzufallen.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Flight Time - Falling Edge
Maximum (seconds) - der Wert für die maximal zulässige Laufzeit an der fallenden Flanke des Signals.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Slope - Rising Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die maximal zulässige Anstiegszeit an der steigenden Flanke des Signals fest. Die Anstiegsflanke ist die Zeit, die ein Signal benötigt, um von der Schwellenspannung (VT) auf ein gültiges High (VIH) anzusteigen.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Slope - Rising Edge
Maximum (seconds) - der Wert für die maximal zulässige Anstiegszeit an der steigenden Flanke.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Slope - Falling Edge
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel legt die maximal zulässige Abfallzeit an der fallenden Flanke des Signals fest. Die Abfallflanke ist die Zeit, die ein Signal benötigt, um von der Schwellenspannung (VT) auf ein gültiges Low (VIL) abzufallen. Einschränkungen.
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Slope - Falling Edge
Maximum (seconds) - der Wert für die maximal zulässige Abfallzeit an der fallenden Flanke.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Supply Nets
Standardregel: nicht erforderlich
Diese Regel kennzeichnet ein Versorgungsnetz und legt dessen Spannung fest (oder einen Satz von Netzen unter Verwendung des Geltungsbereichs der Netzklasse).
Einschränkungen

Standardeinschränkungen für die Regel Supply Nets
Voltage - der Spannungswert für das/die Netz(e), die unter den Geltungsbereich (vollständige Abfrage) der Regel fallen.
Anwendung der Regel
Batch-DRC und während der Signalintegritätsanalyse.
Hinweise
- Die Versorgungsnetz(e) können angegeben werden, indem Sie im Dropdown-Feld im Bereich Where The Object Matches des Dialogs PCB Rules and Constraints Editor dialog die Option Net oder Net Class auswählen und anschließend in der entsprechenden sekundären Dropdown-Liste das gewünschte Netz oder die gewünschte Netzklasse wählen. Die entsprechende Full Query für den Geltungsbereich der Regeln lautet wie folgt: InNet('NetName') - für ein einzelnes Netz; InNetClass('NetClassName') - für eine Netzklasse.
- Die Länge und die Verzögerung für ein Netz, das Teil einer definierten Designregel für Versorgungsnetze ist (oder Teil einer mit einer solchen Regel verwendeten Netzklasse ist), werden nicht berechnet. Weitere Informationen zu den für Netze bereitgestellten Informationen finden Sie auf der Seite PCB Placement & Editing Techniques.
- Beim Aktualisieren des PCB-Dokuments aus dem Schaltplan wird vorgeschlagen, die Designregel für Versorgungsnetze zu jedem Power-Netz hinzuzufügen (d. h. zu einem Netz, das einen power port enthält oder dem über ein parameter set ein Power Net-Parameter zugewiesen wurde).
