Zur Unterstützung Ihrer Anforderungen bei der Arbeit mit Designdateien in anderen Formaten und aus anderen Tools bietet Altium Designer einen Importer für Autodesk® EAGLE™-Designdateien und -Bibliotheken (Easily Applicable Graphical Layout Editor) (*.sch, *.brd, *.lbr).
Um in Altium Designer auf die EAGLE-Importfunktionen zugreifen zu können, muss die Funktion EAGLE für Ihre Installation von Altium Designer aktiviert sein. Diese Funktion ist in Altium Designer standardmäßig aktiviert. Sie kann nach der Installation aktiviert/deaktiviert werden.
Weitere Informationen zum Ändern installierter Kernfunktionen finden Sie auf der Seite Installing & Managing (Altium Designer Develop, Altium Designer Agile, Altium Designer).
Informationen zur Migration von Autodesk EAGLE zu Altium Designer erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.
Unterstützte Versionen
Der EAGLE Importer kann EAGLE-Designdateien im XML-Format importieren, die mit EAGLE-Versionen 6.4 bis 9.4 gespeichert wurden. Diese liegen im XML-Format vor; EAGLE-Designdateien im Binärformat können mit dem EAGLE Importer nicht direkt importiert werden. Bei diesen älteren Designdateien im Binärformat wird empfohlen, sie vor dem Import in die Software zunächst mit Ihrer EAGLE-Software in diesem neueren (XML-)Format zu speichern.
Zugriff auf den EAGLE Importer und Ausführen des Imports
Der Import wird mit dem Import Wizard durchgeführt (File » Import Wizard). Wählen Sie den Eintrag EAGLE Projects and Designs, um Zugriff auf den EAGLE Import Wizard zu erhalten, und klicken Sie dann auf Next.
Greifen Sie über den Dialog EAGLE Import Wizard durch den Import Wizard auf den
Der EAGLE Import Wizard führt Sie durch die Schritte, die beim Import dieser Dateitypen erforderlich sind, darunter:
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Angabe, welche EAGLE-Designarchive (*.BRD, *.SCH) in den Prozess einbezogen werden sollen.
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Angabe, welche EAGLE-Bibliotheksdateien (*.LBR) in den Prozess einbezogen werden sollen.
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Festlegen von Optionen zur Steuerung des Reports Managers.
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Festlegen von Optionen in Bezug auf die Projektstruktur.
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Angabe des Speicherorts des Ausgabeverzeichnisses, in das die Dateien importiert werden sollen
Die Schaltplanhierarchie wird unterstützt.
Sie haben die volle Kontrolle darüber, wo die erzeugten Altium Designer-Projekte und zugehörigen Dokumente gespeichert werden, indem Sie ein Ausgabeverzeichnis angeben.
Die vorgeschlagene Ausgabestruktur wird ebenfalls angezeigt, sodass Sie genau sehen können, was Sie durch den Import erhalten. Wenn alles Ihren Anforderungen entspricht, fahren Sie mit dem Import fort, indem Sie auf Next klicken. Wenn Sie etwas ändern müssen, klicken Sie auf die Schaltfläche Back. Wenn Sie den Import abbrechen möchten, klicken Sie auf Cancel.

Geben Sie an, welche EAGLE-Designdateien und/oder Bibliotheken importiert werden sollen, und legen Sie bei Bedarf weitere Optionen fest.
Prüfen Sie das Ausgabeverzeichnis und die vorgeschlagene Struktur, bevor Sie mit dem Importvorgang fortfahren.
Die Seite Reporting Options des Importers dient zum Überprüfen und Bearbeiten der Layer-Zuordnung für jede Eagle-PCB. Es wird eine Standardzuordnung bereitgestellt, um die Layer-Zuordnung für jede PCB zu erstellen. Die Layer-Zuordnung kann für jedes Ihrer zu importierenden Designs angepasst werden.
Die Eagle Layer Name, Eagle Layer Type, Altium Layer Type und Altium Layer Name werden im Rasterbereich aufgeführt. Klicken Sie auf das Symbol
auf der rechten Seite jedes Bereichs, um die angezeigte Liste dieses Bereichs zu filtern.
Falls gewünscht, können Sie auf dieser Seite des Wizards die Layer-Zuordnung für einzelne oder alle Eagle-Import-PCB-Designs oder Bibliotheksdateien bearbeiten. Um nach einer Spalte zu gruppieren, ziehen Sie die Spaltenüberschrift in den dafür vorgesehenen Bereich oben in der Tabelle.
Ein Rechtsklick im Rasterbereich öffnet ein Untermenü, in dem Sie Folgendes tun können:
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Load Mapping from file - den Dialog Load Configuration öffnen, um die gewünschten Zuordnungsdateien zu laden.
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Save Mapping from file - den Dialog Choose File to Save Layer Mapping öffnen und den Pfad auswählen, in dem die Layer-Zuordnung gespeichert werden soll.
Auf der Seite Output Projects des Importers werden die Schematic settings erst verfügbar, wenn Sie auf der Seite Importing EAGLE Design Files eine Datei .sch anhängen. Die PCB Settings auf der Seite Output Projects ist nur verfügbar, wenn auf der Seite Importing EAGLE Design Files eine Datei .brd angehängt ist. Diese Dateien bestimmen, welche Optionen umgeschaltet werden können. Zu den Optionen gehört die Auswahl, ob alle Fehler, Warnungen und Ereignisse protokolliert werden sollen. Für .brd-Dateien können Sie wählen, ob PCB-Einstellungen über einen 3D-Körper und nach Layern erzeugt werden sollen. Die Schaltplaneinstellungen variieren stark und ermöglichen es Ihnen, Aspekte der Dateien auszuwählen, die erkannt, ausgeblendet und ignoriert werden sollen. Mit den Bibliothekseinstellungen können Sie wählen, ob die importierten Bibliotheken dem PCB-Projekt hinzugefügt werden sollen, falls eines vorhanden ist, oder ob die Bibliotheken nicht hinzugefügt werden sollen.
Standardmäßig verweist das Ausgabeverzeichnis auf den Speicherort der ursprünglichen EAGLE-Quell-Design-/Bibliotheksdateien.
Nachdem der Importvorgang abgeschlossen ist, klicken Sie im Dialog Import Wizard auf Finish , um ihn zu schließen. Das Ergebnis des Imports ist im Projects panel zu sehen und lässt sich wie folgt zusammenfassen:
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Es wird pro am Import beteiligter EAGLE-
.sch, .brd und .lbr ein Altium Designer PCB Project (*.PrjPcb) erstellt.
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Ein EAGLE-Schaltplan-Designarchiv (
*.sch) wird in ein Altium Designer Schematic-Dokument (*.SchDoc) importiert.
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Ein EAGLE-PCB-Designarchiv (
*.brd) wird in ein Altium Designer PCB-Dokument (*.PcbDoc) importiert.
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Eine EAGLE-Bibliothek (
*.lbr) wird als Altium Designer Schematic Library (*.SchLib) und PCB Library (*.PcbLib) Dokument importiert. Zusätzlich wird auf Basis dieser Quellbibliotheken eine integrierte Bibliothek (*.IntLib) kompiliert.
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Für jede importierte Datei wird eine Log-Datei (
*.log) erzeugt, die die Ergebnisse der Analyse der ursprünglichen EAGLE-Datei sowie etwaige Fehler und Warnungen anzeigt (falls deren Einbeziehung aktiviert wurde).
Import Wizard - EAGLE Projects and Designs
EAGLE-Projekte und -Designs
Importing EAGLE Design Files
Klicken Sie auf Add, um auszuwählen, welche EAGLE-Designarchive (BRD und/oder SCH) in den Prozess einbezogen werden sollen. Sie können eine ausgewählte Datei löschen, indem Sie auf Remove klicken.
Importing EAGLE Library Files
Klicken Sie auf Add, um auszuwählen, welche EAGLE-Bibliotheksdateien (LBR) in den Prozess einbezogen werden sollen. Sie können eine ausgewählte Datei löschen, indem Sie auf Remove klicken.
Ein Fortschrittsfenster wird kurz geöffnet und wieder geschlossen, bevor die nächste Seite des Wizards erscheint.
Reporting Options
Verwenden Sie die Seite Reporting Options, um den Reports Manager zu steuern.
Output Projects
Verwenden Sie die Seite Output Projects, um die Ausgabestruktur des Projekts zu überprüfen und das Ausgabeverzeichnis für den Import der Dateien festzulegen.
Aktivieren Sie unter General Settings die gewünschten Optionen: Log All Errors, Log All Warnings, Log All Events.
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PCB Settings
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Generate 3D body – aktivieren, um einen 3D-Körper zu erzeugen.
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By layers – dient zur Angabe der Layer-Reihenfolge, getrennt durch ein Semikolon (;).
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Schematic Settings
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Recognize powerports – aktivieren, um Schaltplan-Power-Ports zu erkennen. Stellen Sie sicher, dass die Standardwerte im Textfeld Power port designators korrekt sind. Falls nicht, geben Sie die richtigen Bezeichner direkt in das Textfeld ein.
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Recognize ports – aktivieren, um Standard-Ports zu erkennen. Stellen Sie sicher, dass die Standardwerte im Textfeld Port designators korrekt sind. Falls nicht, geben Sie die richtigen Bezeichner direkt in das Textfeld ein.
Wenn Power-Ports in Ihren EAGLE-Designs im Format P+? benannt sind, führt die Übernahme der Standardeinstellung für die Erkennung von Standard-Ports (mit auf PORT?;P+? gesetzten Port-Bezeichnern) dazu, dass diese Power-Ports fälschlicherweise als Standard-Ports übersetzt werden, was Kurzschlüsse in der Schaltung verursacht. Ändern Sie in einem solchen Fall die Einstellung für die Port-Bezeichner in „PORT?“.
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Ignore document templates – aktivieren, um Dokumentvorlagen zu ignorieren.
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Hide default sheet template – aktivieren, um die Standard-Blattvorlage auszublenden.
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Create bus entry – aktivieren, um einen Bus-Eintrag zu erstellen.
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Do not translate hidden net name – aktivieren, um ausgeblendete Netzbezeichnung(en) nicht zu übersetzen.
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Library Settings
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Add libraries to PCB project if one exists – aktivieren, um Bibliotheken zum Projekt hinzuzufügen.
Executing Import Process
Sie haben die volle Kontrolle darüber, wo die erzeugten Altium Designer-Projekte und zugehörigen Dokumente gespeichert werden, indem Sie das Output Directory angeben. Verwenden Sie das Symbol „Ordner durchsuchen“, um nach dem gewünschten Speicherort für die Ausgabe zu suchen und ihn auszuwählen.
Standardmäßig verweist das Ausgabeverzeichnis auf den Speicherort der ursprünglichen EAGLE-Quell-Design-/Bibliotheksdateien.
Die vorgeschlagene Output Structure wird ebenfalls angezeigt, sodass Sie genau die Dateien und die Strukturhierarchie sehen können, die erzeugt werden. Wenn alles korrekt ist, fahren Sie mit dem Import fort, indem Sie auf Next klicken.
Executing Import Process
Die Seite Executing Import Process zeigt das Dokument an, das aktuell verarbeitet wird, wobei ein grüner Balken den Fortschritt des Imports anzeigt.
Closing the Wizard
Der EAGLE Import Wizard wurde abgeschlossen. Klicken Sie auf Finish, um den Wizard zu schließen.
Imported EAGLE files:
Das Ergebnis des Imports ist im Projects Panel zu sehen und lässt sich wie folgt zusammenfassen:
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Es wird pro am Import beteiligter EAGLE-.sch, .pcb und .lbr ein Altium Designer PCB Project (*.PrjPcb) erstellt.
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Ein EAGLE-Schaltplan-Designarchiv (*.sch) wird in ein Altium Designer Schematic-Dokument (*.SchDoc) importiert.
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Ein EAGLE-PCB-Designarchiv (*.pcb) wird in ein Altium Designer PCB-Dokument (*.PcbDoc) importiert.
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Eine EAGLE-Bibliothek (*.lbr) wird als Altium Designer Schematic- (*.SchLib) und PCB-Bibliotheksdokument (*.PcbLib) importiert. Zusätzlich wird auf Basis dieser Quellbibliotheken eine integrierte Bibliothek (*.IntLib) kompiliert.
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Für jede importierte Datei wird eine Protokolldatei (*.log) erzeugt, die die Ergebnisse der Analyse der ursprünglichen EAGLE-Datei sowie etwaige Fehler und Warnungen anzeigt (sofern deren Einbeziehung aktiviert ist).
Überlegungen nach dem Import
Nach dem Import Ihrer EAGLE-Designdateien ist es durchaus üblich, einige Dinge zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Im Folgenden finden Sie ein Beispiel für ein Vorgehen nach dem Import. Dies ist keineswegs eine vollständige oder gar zwingende Anforderung, sondern eher eine Denkhilfe zu möglichen Punkten, die nach dem Import berücksichtigt werden sollten:
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Wenn Schaltplan- und PCB-Dateien vorhanden sind und in separate Projekte importiert wurden, verschieben (oder kopieren) Sie die importierten Designdateien in ein einziges Altium Designer PCB-Projekt.
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Überprüfen Sie die Komponentenverknüpfungen (erneut, wenn sowohl die Schaltplanquelle als auch die PCB-Platine importiert wurden). Verwenden Sie ausgehend von der importierten PCB des Designs den Befehl Project » Component Links. Verwenden Sie anschließend den Dialog Edit Component Links, um Schaltplan- und PCB-Komponenten einander zuzuordnen (zu verknüpfen).
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Überprüfen Sie die Design Rules mithilfe des Dialogs PCB Rules and Constraints Editor (Design » Rules) und korrigieren Sie alle Regeln, die nicht ganz auf die vorgesehenen Objekte abzielen, und vereinfachen Sie sie, wo immer möglich (insbesondere die Regeln Clearance und Width).
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Falls beim Import noch nicht vorhanden, erstellen Sie aus dem PCB-Design eine PCB-Bibliothek (Design » Make PCB Library), passen Sie bei Bedarf alle Teile an den in Ihrem Unternehmen geforderten Standard an und fügen Sie außerdem 3D-Modelle hinzu.
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Aktualisieren Sie das PCB-Design aus der aktualisierten PCB-Bibliothek (falls zutreffend).
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Führen Sie eine DRC-Prüfung (Tools » Design Rule Check) mithilfe des Dialogs Design Rule Checker durch und beheben Sie alle Fehler.
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Bereinigen Sie alle importierten Polygone zu größeren Kupferflächen mit zugehörigen Regeln.
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Fügen Sie der Platine eine Keepout-Begrenzung hinzu.